Sehenswürdigkeiten in Kopenhagen
Die Stadt kann allein vier Königsschlösser aufweisen. An der Stelle, an der Bischof Absalom im zwölften Jahrhundert einst den Grundstein für die Kaufmannsstadt legte, steht heute Schloss Christiansborg, Sitz des dänischen Parlaments und des obersten Gerichtshofes. Hier finden außerdem die Audienzen der Königin statt sowie Bälle und große Staatsempfänge.
Der Gebäudekomplex fiel Bränden zum Opfer und wurde in seiner heutigen Gestalt Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts wieder aufgebaut. 750 dänische Gemeinden beteiligten sich daran, in dem sie die Steine für den Wiederaufbau lieferten.
Der große Innenhof wird als Reitbahn für die königlichen Pferde genutzt und das Schloss beherbergt eine Ausstellung der königlichen Kutschen.
Wohnsitz der königlichen Familie ist Schloss Amalienborg, zu dessen Attraktion das Schauspiel der täglichen Wachablösung gehört. Ursprünglich waren die vier prächtigen Rokoko- Palais nicht als Königsschloss geplant und das Herzstück, das Molte- Palais, das als prunkvollstes gilt, nur ein vorübergehender Wohnort des damaligen Königs. Mittlerweile befinden sich alle Palais in Besitz der Königsfamilie. Der Rittersaal des Molte Palais gilt wegen seiner Ausstattung als einer der kostbarsten Europas. Wer einen Einblick in den Glanz der Räume bekommen möchte, erhält diesen bei einem Besuch des Museums im Christian VIII- Palais.
Wegen seines verspielten Aussehens wird das 1607 als Lustschloss vor den Mauern von Kopenhagen errichtete Schloss Rosenborg als Märchenschloss bezeichnet. Der dazugehörige Park bietet vom Blumengarten aus einen wunderschönen Ausblick auf die baulichen Anlagen und gehört zu den beliebtesten grünen Plätzen der Innenstadt.
Über einen weitläufigen Parkt verfügt auch Schloss Frederiksborg, einstmaliger Sommersitz in schlichtem Barock. Von der einstigen Ausstattung ist das Marmorbad erhalten geblieben.
Kaum einer der Besucher Kopenhagens lässt sich den Besuch von Nyhavn, dem neuen Hafen, entgehen.
Er wurde in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts angelegt, von Hand ausgeschachtet und gehört heute zu den ältesten Hafenanlagen der Stadt. Besonders sehenswert sind die bunten Häuser, die sich mir ihren Lastenkränen am Giebel ihre ursprüngliche Gestalt über die Zeit hinweg bewahrt haben. Kanalboote laden zu den beliebten Rundfahrten ein und Kneipen sowie Restaurants brauchen sich hier das ganze Jahr hindurch über ausbleibende Gäste nicht zu beschweren. In Nyhavn ist immer etwas los.
Für jene, die eine außergewöhnliche Unterkunft suchen, ist das Haus mit der Nummer 17 eine Topadresse. Die Räume des Hotels sind in einem alten Lagergebäude untergebracht.
Und wer auf den Spuren des Märchendichters Andersen wandelt, wird hier ebenfalls fündig. Er wohnte im Nyhavn 20, als 1835 seine ersten Märchen veröffentlicht wurden.
Obwohl es heute nicht mehr möglich ist, wie einst Zar Peter der Große zu Pferd auf den Runden Turm zu reiten, sollte man sich einen Besuch trotzdem nicht entgehen lassen. Ohne eine einzige Treppenstufe steigen zu müssen, erreicht man die herrliche Aussicht über die Stadt über einen Wendelgang.
Und auch auf Shopping muss man in Kopenhagen nicht verzichten. Die beiden Einkaufsstraßen Stroget und Straedet sind zentral gelegen und bieten auf über einem Kilometer Länge für jeden Geschmack etwas an.